Das sind wir...:

Stefan,
1972 in Duisburg geboren, ist in der Nähe eines Naherholungsgebiets (6-Seen-Platte)
aufgewachsen und verbrachte damals schon viel Zeit am
Baggersee.
Mit
neun Jahren zog es ihn auf die Duisburger Regattabahn zum Paddeln. Die
Begeisterung zum Kajakfahren steigerte sich bis zum
Leistungssport.
Parallel
zum Paddeln, inspiriert durch seinen älteren Bruder Manfred, bekam das
Surfen eine immer grössere Rolle in seinem Leben. Mit Beginn der
Ausbildung zum Prozeßleitelektroniker wurde die Zeit fürs Kajak immer
weniger, Kanu-Polo zum Spass war aber noch drin. Die Wochenenden wurden
dann im von den Eltern ausgemusterten Wohnwagen ( klein,alt, aber mein) an
der Holländischen Küste verbracht. Es folgten viele Reisen nach Hyerès (
Süd-Frankreich ) und unzählige Wochenenden in NL. Er dachte sich aber, es
kann nicht sein, dass man jeden Freitag teuren Sprit verfährt, nur um das
Meer zu sehen. 1995 kam dann die Idee, inspiriert durch Berichte in
Surf-Zeitungen, den Zivildienst auf Norderney abzuleisten. Als Zivi in
einer Jugendherberge war genug Zeit zum Surfen und auch die Möglichkeit
gegeben abends noch zu kellnern. Die Insel wurde zur neuen Heimat. Den
perfekten Arbeitsplatz fand Stefan dann im Surf-Cafe, direkt am Strand,
ein nettes Team und so flexibel, dass immer Zeit fürs Wasser war bzw.
ist.
Ilja
lernte Stefan während der Arbeit in einer Kneipe kennen, sie war für ein
Wochenende mit Freundinnen auf der Insel. Es hat einige Zeit gedauert, bis
man wirklich zueinander gefunden hat. Die Zeit war es aber auch Wert, denn
heute wissen beide, das es so wie es ist, perfekt ist. (schöner Satz,
oder?!)
Ilja,
1969 in Bottrop geboren, machte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts-
und
Notarfachangestellte
und fand danach einen Job als Sekretärin in einem Entsorgungsbetrieb und
schnupperte tagtäglich "gute Luft". Ihre Freizeit gestaltete sie mit
Joggingläufen, Rennradtouren und Schwimmtraining, was letztendlich zum
Triathlon und diversen Marathonveranstaltungen führte. Die Stunden der
Freizeit erwiesen sich einfach zu kurz, um hier noch weiter zu kommen,
also mußte was Neues her. Sie besuchte einige Fitnesscenter und bekam viel
Spaß an Fitnesskursen, machte mal hier und da eine Vertretungsstunde und
schon waren zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. In der Freizeit mit
Spaß am Sport auch noch etwas Geld verdienen. Nach erfolgreich
abgeschlossenem Aerobicdiplom gab sie abends diverse Fitnesskurse, was ihr
später auf Norderney auch zu Gute kam. 1998 brach sie ihre Zelte im "Pott"
ab und genoss die wirklich gute Luft auf Norderney. Neben Bürojobs,
zuletzt wieder im erlernten Beruf, machte sie sich selbstständig und hatte
nun abends wieder Gelegenheit die Menschen mit ihren Kursen zu motivieren.
Im Frühjahr 2002 gab sie dann ihre gemütliche Inselwohnung auf, um mit
Stefan in seinem viel gemütlicheren Wohnwagen schon mal das Leben auf dem
engen Raum zu testen.
Ilja &
Stefan
Bis
zu diesem Zeitpunkt hatten wir beide mit Segeln nicht wirklich viel am
Hut.
Dann
kam der Tag "X" des Jahres 2001. Den Mittag dieses Tages nutzten wir für
einen Segeltörn mit Bibo, auf dessen Jollenkreuzer zum Pommes essen nach
Baltrum. Es wurde Abend, es war einer dieser warmen Sommerabende und
wir
saßen mit einigen Freunden am Strand, genossen ein paar alkoholische
Flaschengetränke und schauten den einlaufenden Segelschiffen hinterher und
ließen diesen herlichen Tag nochmal revuepassieren. Ein paar dieser
Getränke später waren wir nicht nur sehr lustig, sondern auch fest der
Meinung, wir segeln um die Welt. Da standen wir nun mit unseren drei
Problemen:
- kein
Plan
- kein
Boot
- kein
Geld
Dieser
neu entstandene Traum wurde von dem Tage an zu einem Programm. Den
kommenden Winter (2001/2002) verbrachten wir dann in der Schweiz und
hatten nach 5 Monaten nicht leichter Arbeit das Geld für unsere "Sydney"
zusammen. Unser Schiff kauften wir einem erfahrenen Segler aus Hamburg ab.
Sie wurde von Neustadt an der Ostsee durch den Nord-Ostsee-Kanal Richtung
neuem Heimathafen Norderney von Stefan und einem Freund
gesegelt.
"Sydney"
ist ein Kunststoffschiff (Najade 930 de Luxe) aus dem Jahre 1971,
9,30
m lang, 3,00 m breit und vermittelt uns ein sehr sicheres Gefühl. "Sydney"
ist ein altes Schiff ohne den modernen technischen "Schnick-Schnack". Es
muß also richtig gesegelt werden.
Die
Grundlagen fürs Segeln, sowie den Bootsführerschein erlangten wir im Mai
2002 bei Jürgen auf der "Freundschaft", auch bekannt als "Treffpunkt
Segelschule". Die Praxis kam nach dem Motto "Learning by doing".Den Sommer
2002 verbrachten wir hier zuhause auf Norderney, arbeiteten im "Surf Cafe"
und nutzten jede freie Minute für kleine oder größere Törns.(Langeoog ;-)
)
Der
Sommer war leider viel zu schnell vorbei, es folgte Arbeit am Schiff in
der Halle. Wir entfernten Antifouling und grundierten den Rumpf neu,
schliffen das Oberdeck ab und lackierten es ebenfalls neu. Diese Arbeiten
führten wir mit viel Spaß und großer Sorgfalt aus. Es soll ja schließlich
für mind. 2 Jahre unser zuhause sein.
Anfang
November des letzten Jahres verließen wir die Insel mit grober Richtung
St. Moritz, arbeiteten aber noch drei Wochen in Düsseldorf für eine
Messebaufirma, immer mit unserem Traum vor Augen. Seit dem 07. Dezember
waren wir dann wieder in der Schweiz, um das "nötige Kleingeld" für unsere
Reise zu verdienen. Seit Anfang Januar sind wir wieder auf Norderney und
genießen die langsam länger werdenden Tage am Meer. Schnee, Berge und
deutsche Gastronome in der Schweiz waren einfach nicht das richtige für
uns.
Ende
Januar besuchten wir die Firma "BMS-Sailing-Wear" in Hamburg und weckten
mit unseren Plänen das Interesse von Bernd-Michael und Wiebke, welche sich
daraufhin bereiterklärten, uns mit Segelkleidung aus ihrem Hause zu
unterstützen. Dies freut uns natürlich sehr.
Nun
fiebern wir dem 3. August 2003, dem Tag unserer geplanten Abreise,
entgegen.....